Unser erstes Jahr mit Scotty


Der Eintrag beginnt mit diesem Bild. Was kann man hier sehen? Ich strahle überglücklich in die Kamera...doch Scotty schaut verängstigt und überaus traurig. Die Idee einen Hund zu bekommen kam eher spontan. Wir informierten uns über verschiedene Hunderassen und wollten unbedingt einen Malteser haben. Dazu muss man wissen, dass wir sehr sauber sind, ich keinen Hund haben wollte der viel haart oder allzu groß ist. Dazukam dass er auf keinen Fall auf die Couch soll..aufs Bett sowieso nicht!! Also entschlossen wir uns eine Züchterin aufzusuchen die Malteser verkaufte. Dort angekommen, sagten uns die Hunde leider überhaupt nicht zu. Enttäuscht fuhren wir wieeder nach Hause. Am selben Abend durchforstete ich das Internet nach Hunden und kam lustigerweise auf Ebay Kleinanzeigen. Hier fand ich eine total rührende Anzeige über Scotty, aus der Ich-Perspektive geschrieben. Als ich Hannah meinen Fund präsentierte war auch sie sehr angetan. Scotty lebte zu der Zeit in einer Pflegefamilie. Wir nahmen Kontakt auf und trafen uns schon am nächsten Tag mit der Lieben Andrea. Als sie angefahren kam, blickte Scotty uns schon aus dem Kofferraum an. Gemeinsam gingen wir drei und Scotty spazieren. Hannah und ich waren beide sehr unsicher weil wir keinerlei Erfahrung mit Hunden hatten, doch wir hatten uns schon längst verliebt. Es folgten weitere Gassitermine, ein Kontakt mit dem Verein "Pfote drauf", die Unterzeichnung der Adoptionspapiere und nach einer Woche durften wir Scotty unser neues Familienmitglied nennen. Alle Vorsätze die wir hatten, waren somit über Bord geworfen. Wir haben einen haarenden Hund, er ist Kniehoch, er wälzt sich besonders gerne in Dreck sowie Kot und springt immer aufs Bett und belagert die gesamte Couch....aber was soll ich sagen, wir liebten ihn vom ersten Tag an. Anfangs fiel es ihm natürlich nicht leicht. Er musste sich eingewöhnen, die neue Umgebung erkunden und Vertrauen aufbauen. Scotty hatte keine schöne Vergangenheit; groß geworden in Rumänien, importiert nach Deutschland und Aufenthalte in einer Messifamilie sowie Schläge.

Doch für uns war es wichtig, nicht in die Vergangenheit zu schauen, sondern in jeden Tag das Beste zu sehen und ihm eine schöne Zukunft zu ermöglichen. Wir machen lange Spaziergänge, gewöhnen ihn an "Fremde" bzw. Freunde der Familie um seine Angst gegenüber Neuem zu bessern, machen viel Spaß, geben ihm Aufgaben und kuscheln sehr viel. Ich hätte nie gedacht das ein Hund einen so großen Stellenwert einnehmen kann...doch das macht unser Scotty. Ich bereue keinen Tag mit ihm..und hoffe er wird noch lange unser Leben bereichern.












0 Ansichten